Die Arfelder Schmiede

Blick ins Museum und Historie

Die Arfelder Schmiede wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Schmied und Landwirt Johann Heinrich Bald an das schon vorhandene Backhaus angebaut. Sie diente zunächst als Zuerwerbsbetrieb zu der bestehenden Landwirtschaft. Eine Erweiterung mit Anbau der Wagnerei erfolgte unter seinem Sohn Johann Heinrich Bald im Jahre 1888.

Der nahe Arfebach bewog Johann Heinrich Bald jun. bei seinen Bauplänen die Wasserkraft zu nutzen. Dazu wurde ab dem Jahr 1907 ein Wasserrad erbaut und mit einer für die damalige Zeit modernen Transmission verschiedene Geräte und Maschinen betrieben. Mit denen wurden Wagen in Stahl- und Holzbauweise sowie landwirtschaftliche Geräte unter einem Dach in Schmiede und Wagnerei produziert. Das Beschlagen von Ochsen, Kühen und Pferden gehörte zur täglichen Arbeit.

Im 2. Weltkrieg und danach fertigte Bald's Onkel Heiner auch noch den heute nicht mehr bekannten Schuhbeschlag, wie Absatzeisen, vordere Plättchen und Sohlennägel.

Letzter hauptberuflicher Schmied war Heinrich Bald. Im Jahr 1970 wurde der Schmiedebetrieb eingestellt. Danach wurde das Gebäude im Jahr 1984 vom Heimatverein Arfeld e.V. erworben und anschließend von der Stadt Bad Berleburg übernommen.

In unzähligen Arbeitsstunden reparierten und restaurierten die Mitglieder des Vereins Schmiede, Wagnerei, Werkzeuge und Maschinen.
Im Jahr 2004 wurde ein Anbau für den nach Originalzeichnungen nachgebauten Arfelder Hammer errichtet.
Die Schmiede steht heute unter Denkmalschutz.

 


 

Was ist eine Wagnerei,
wie funktioniert eine Transmission,
wie arbeitete früher der Schmied?

Diese und andere Fragen
beantworten wir Ihnen gerne bei
einem Besuch in unserem
Arfelder Schmiede- und Wagnereimuseum.

Öffnungszeiten
April - Oktober
jeden 1. und 3. Samstag im Monat
von 10.00 - 12.00 Uhr
und für Gruppen nach Vereinbarung

Download Info-Flyer als PDF (840kb)

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